Museum
MUSEUM “KUNST IN SCHWAZ”

Das Museum „Kunst in Schwaz“ (2. OG + 3. OG) bietet einen Überblick über die reiche künstlerische Tradition der Stadt Schwaz.
Gezeigt werden ausgewählte Werke der Malerei, Bildhauerei und des Kunsthandwerkes von Schwazer bzw. in und für Schwaz tätig gewesenen Künstlerinnen und Künstlern.

2008 wurde das Museum um 8 Räume im 3. Obergeschoß erweitert und am 28.11. feierlich durch BM Dr. Hans Lintner und die Kulturreferentin Mag. Birgit Oberhollenzer-Praschberger eröffnet.

Im FREIRAUM im 3. OG stellt das Rabalderhaus jeweils zwei zeitgenössische Schwazer Künstlerinnen und Künstler pro Jahr vor. Derzeit sind Bromsilberdrucke des Schwazer Fotografen Herwig Angerer zu sehen.

BERICHT ZUR ERWEITERUNG UND NEUGESTALTUNG

DES MUSEUMS KUNST IN SCHWAZ von Otto Larcher

Die Eröffnung des Museums „Kunst in Schwaz“ im Oktober 1999 stand in Zusammenhang mit dem 100-Jahr-Jubiläum zur Stadterhebung von Schwaz.

Unser Ziel war es, mit ausgewählten Werken der Malerei, Bildhauerei und des Kunsthandwerks von Schwazer – bzw. in oder für Schwaz tätig gewesenen – Künstlern die reiche künstlerische Tradition unserer Heimatstadt zu dokumentieren.

Inzwischen sind neun Jahre vergangen, in denen wir uns Mühe gaben, dem Auftrag des Sammelns, Bewahrens und Vermittelns von Kunst gerecht zu werden.

Vor zwei Jahren beschloss der Vorstand, das Museum um ein Stockwerk zu erweitern: Dazu bedurfte es großer baulicher Anstrengungen – die Hausmeisterwohnung wurde aufgelöst und umgebaut, Wände aufgestellt, Beleuchtung, Jalousien und eine Alarmanlage installiert, das ganze Haus neu ausgemalt - bis wir schließlich mit der Museumsgestaltung beginnen konnten.

Heute ist ein Freudentag für uns: Wir sind stolz, dass uns dies alles mit viel persönlichem Einsatz und doch bescheidenen Mitteln gelungen ist.

In 7 der 15 Museumsräume setzten wir Schwerpunkte: So im 2. OG mit der Neupräsentation der Reste des zerstörten Meistersingersaals, mit dem Raum für Wechselausstellungen der 525-teiligen Christoph Anton Mayr-Krippe, dem Maria Anna Moser-Zimmer und dem Majolika-Raum. Im 3.OG befinden sich der Ludwig Penz-/Alois Norer-Raum, der Wilhelm Angerer-Raum und das Highlight der Neugestaltung die „Schatzkammer“ mit Exponaten aus der Werkstätte für Gold- und Silberschmiedekunst Schneider-Rappel.

Außerdem war es uns ein Anliegen, „Exponate von berühmten Künstlern mit Schwaz-Bezug“ in unser Museum aufzunehmen: Werner Scholz (gestorben in Schwaz), Christian Hess (gestorben in Schwaz), Gerhard Frankl (verbrachte viele Sommer im Plankenhof Pill), Philipp Harth (verbrachte die entscheidenden Jahre seines Schaffens 1926 – 1933 großteils in Schwaz bei F. Kobald) und Paul Dierkes (der Blick von seinem Zweitwohnsitz am Weerberg auf die gegenüberliegenden schroffen felsigen Gebirgsformationen inspirierte und beeinflusste den Künstler).

Neue Leihgaben erhielten wir aus dem Franziskanerkloster Schwaz, von der Sparkasse Schwaz, von Schloss Tratzberg, dem Landesmuseum Ferdinandeum, dem Land Tirol, dem Turmmuseum Ötz, der Familie Luchner, von Frau Maria Ploner, Herwig Angerer und der Familie Schneider-Rappel. Den Leihgebern und Christian Dierkes für die Schenkung der Stele seines Vaters an das Rabalderhaus gilt unser Dank!

Dank gebührt auch den ausführenden Firmen: Cari Licht, Fick, Foidl, Freudling, Hirzinger, Obholzer, Reuberger, Schuster, Seeber, Sillaber und Siller, dem Bauhof sowie den Stadtwerken.

Ohne die Hilfe und das Vertrauen unserer Subventionsgeber Stadt Schwaz, Kulturabteilung des Landes Tirol, Landesgedächtnisstiftung, BDA, Volksbank und Sparkasse Schwaz wäre die Erweiterung nicht möglich gewesen.

Dank gilt meinen Beratern Inge Praxmarer, Arch. Ernst Bliem, Arno Schneider, Andreas Picker und ganz besonders meinen engsten Mitarbeitern Andrea Wex, Archivar Karl Resch, Hausmeister Manfred, Klaus Opperer sowie Robert Moosmann, Wolfgang Götzinger, Franz Oberladstätter und Paul Oblasser.

Persönlich konnte ich eine wichtige Erfahrung machen: Ich bin inzwischen überzeugt, dass Museumsarbeit sehr faszinierend, aber auch sehr anstrengend ist und einen langen Atem braucht. Weiters, dass es zwischen großen und kleinen Museen eigentlich keinen Unterschied gibt. Maßstab für beide ist ausschließlich die Qualität.

Ich möchte abschließend feststellen, dass unser Museum nicht Selbstzweck ist, und dass wir uns sehr freuen, wenn möglichst viele unser Museum besuchen, und wenn unser kleines Museum zumindest einige Schwazerinnen und Schwazer mit Stolz erfüllt!

 

 

 

 

 

 

 

Max Angerer: Vorfrühling

Wilhelm Angerer: Moloch Lawine

Maria Anna Moser